DIN 18065
 

Das Muss bei Geländern

 

In Einfamilienhäusern müssen Geländer mindestens 90 cm hoch sein, im Großteil der Schweiz und in Teilen Österreichs 100 cm. Bei Absturzhöhen über 12 m muss die Geländerhöhe mindestens 110 cm betragen. Geländer und Durchgangshöhe werden über den Stufenvorderkanten gemessen. Zu beachten sind auch mögliche Vorschriften in den deutschen Landesbauordnungen, aber auch in der ÖNORM und SIA, zur Geländerausfachung und zum Schutz vor Überklettern.

 

Regelungen zur Kindersicherheit. Nur in wenigen Landesbauordnungen finden sich Vorgaben bezüglich der Geländersicherheit im Hinblick auf Kinder. In Gebäuden, in denen mit der Anwesenheit von Kindern zu rechnen ist, schreibt z. B. die Hessische Landesbauordnung (HBO) vor:

  1. Öffnungen in Umwehrungen, Brüstungen und Geländern dürfen in eine Richtung nicht breiter als 12 cm.
  2. Das Überklettern darf nicht erleichtert werden.

 

 

Darüber hinaus gibt die HBO weitere Empfehlungen, um den Leitereffekt zu vermeiden. Diese betreffen vor allem Öffnungen mit mehr als 1,5 cm Höhe und mehr als 2,5 cm Breite, die als Trittstellen für einen Kinderfuß benutzt werden können.

 

Bei Geländern mit Querstreben (z. B. Relinggeländer) können Platten vor oder statt den Querstreben angebracht werden.

 

Auch ein nach innen gezogener Handlauf kann das Überklettern erschweren.