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Holz. Fest, dauerhaft und – vor allem – nachwachsend. Einer der ältesten Baustoffe der Geschichte ist auch heute im Bereich des Wohnens sehr begehrt. Denn es gibt nichts, was vielseitiger und gleichzeitig ökologischer wäre. Das Angebot ist groß – vom preiswerten Weichholz über Hartholz bis zum mehrschichtig verleimten Holzwerkstoff. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.
Stein. Natur- und Kunststein sind aus dem öffentlichen Bau nicht wegzudenken, die harte Oberfläche und die Unbrennbarkeit sprechen dafür. Vor allem in südlichen Ländern wird Stein bei Treppen gern verwendet. Oft wird eine Steintreppe in Wohnungen in offener Bauweise als Bolzentreppe konstruiert. Diese darf nur auf der Grundlage einer ETA (Europäische Technische Zulassung) hergestellt werden. Stein ist sehr druckfest, jedoch nur bedingt biege- und zugfest. Beachten sollte man auch, dass Stein eine sehr unterschiedliche Härte und Abriebfestigkeit haben kann (Hartgestein: Granit, Quarz, Weichgesteine: Sandstein, Kalkstein, Marmor).
Beton. Im Wohnungsbau wird Stahlbeton vor allem für Fertigelemente, wie z.B. Treppen, verwendet. Mit schalldämmenden Kopplungen sind diese auch gut geeignet, den in öffentlichen Bauten unvermeidlichen Trittschall zu reduzieren. Wer innerhalb seiner Wohnung eine Betontreppe bevorzugt, sollte ebenfalls ein Fertigelement setzen lassen. Acht geben sollte man jedoch auf eine gleichmäßige Stufenhöhe, vor allem dort, wo später die Bodenbeläge anschließen. Voraussetzung für eine vor Ort betonierte Treppe ist eine absolut genaue Betonschalung nach den Verziehungsregeln (bequeme Begehbarkeit). Und die Klärung der Preisfrage, insbesondere bei gewendelten Läufen oder Bögen. Achtung: Auch wenn ein Betonlauf fachgerecht hergestellt und montiert wurde, kann ein Handwerker, der die Stufenbeläge unsachgemäß montiert, wieder alle vorhergehende Sorgfalt zunichte machen – auch im Hinblick auf den erwünschten Schallschutz.
Stahl. Von der einfachen Harfentreppe bis zum anspruchsvollen Design spannt sich der Bogen der Ausführungsmöglichkeiten. Die beim Begehen durchaus hörbare Konstruktion sollte an den Bauwerksanschlüssen trittschalltechnisch entkoppelt werden. Werden Stahltreppen schon im Rohbau geliefert, dann ist wie bei Beton-Unterkonstruktionen auf gleichmäßige Stufenhöhen bei den Fußboden-Anschlüssen zu achten.
Verbundwerkstoffe. Die Entwicklung hochfester Verbundwerkstoffe erlaubt nicht nur im Flugzeugbau, sondern auch im Wohnbereich bisher nicht gekannte Einsatzmöglichkeiten. Wichtig zu wissen: Wenn sich ein Treppenhersteller an so moderne Werkstoffe heranwagt, dann ist deren Verwendung – als nicht genormtes Material – an das strenge Verfahren bauaufsichtlicher Zulassungen gebunden, mit zahlreichen Prüfungen und Testserien. Interessant sind auch Mineralwerkstoffe – meist Quarz mit Kunststoff – welche als Plattenmaterial für abriebfeste und elastische Stufenbeläge im Gehbereich dekorative Möglichkeiten eröffnen.
Glas. Klare Transparenz und die Verbindung von Drinnen und Draußen hat der Glasarchitektur in neuerer Zeit einen Siegeszug beschert. Auch für die Treppe gibt es inzwischen von ansprechenden Glasfüllungen bis zu hinreißenden Ganzglasscheiben zahlreiche Geländerausführungen. Sogar bei Glas als Stufenmaterial wagt sich mancher Architekt und Bauherr an spektakuläre Konstruktionen. Was bei Glasfassaden jedoch inzwischen zum absoluten Muss und selbstverständlich gelieferten Standard gehört, ist bei Treppen und deren Geländern erst in Ansätzen vorhanden (obwohl genauso erforderlich): Der Nachweis der baurechtlichen Sicherheit. Entweder muss dieser in Form einer Zulassung vorliegen oder als gerechneter Nachweis (in manchen Fällen mit Pendelschlagprüfung), oder aber die Konstruktion entspricht den Vorgaben aus der TRAV (Technische Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen).
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