Wenn der Mensch sich wohl fühlt, entspannt auch das Holz. Warme, trockene Luft sorgt für ein schlechtes Raumklima. Das gefällt weder Ihnen noch dem Holz Ihrer Treppe und Möbel. Große Temperatur- und /oder Luftfeuchte-Schwankungen führen zu Unregelmäßigkeiten in der Holzoberfläche. 40 – 60 % Luftfeuchtigkeit hingegen sind für den Menschen gesund und für das Holz in Wohnräumen ein günstiger Wert, der nicht zu übermäßigem Quellen und Schwinden des Naturmaterials führt. Dabei sollte die Raumtemperatur 16 – 24° C betragen. Behaglich wird es für Mensch und Treppe bei Temperaturen von 19 – 23 ° C, die Idealtemperatur liegt bei 21° C.  

 

 

Verantwortung des Bauherrn

 

Ein guter Treppenbauer fertigt seine Holztreppen mit großer Sorgfalt und nach dem neuesten Stand der Technik. Was er aber nicht beeinflussen kann, ist das Klima am Ort des Einbaus. Das ist Sache des Bauherrn, der verantwortlich ist für die materialgerechten klimatischen Bedingungen in seinem Haus. 

 

 

Die Baustelle sollte nicht zu feucht sein.

Wenn das Klima - sowohl auf der Baustelle als auch nach dem Einzug - nicht stimmt, können die verwendeten Holzelemente einer Treppe sichtbar quellen oder schwinden. Je nach Verlauf der Jahresringe an den breit verleimten Teilen können sogar Haarrisse oder Endrisse entstehen.

 

Einseitige Erwärmung vermeiden.

Schon bei der Planung sollte auf die Anordnung von Heizkörper, Kachelofen oder Fensterflächen geachtet werden, denn Stufenflächen werden bei einseitiger Erwärmung rund. Im Holzinnern entstehen Spannungen, die zu Verformungen und Rissen führen können.

 

Farbveränderungen durch Sonneneinstrahlung vorbeugen.

- Holzart entsprechend auswählen

- Gezielt auf Oberflächenbehandlung achten

- Fensterflächen beschatten

 

  

Gut zu wissen: Solange die Lack-Oberfläche der Holztreppe nicht beschädigt wird, liegt baurechtlich kein Mangel vor.

 

Klima auf Baustelle
 

Holzausgleichsfeuchte stabil halten

 

Der gemessene Wert der Holzausgleichsfeuchte gibt an, wie viel Wasser in Gewichtsprozent im Holz vorhanden ist. Holz hat die Eigenschaft, die eigene Feuchte dem jeweiligen Klima der Umgebung anzupassen. Abhängig vom vorhandenen Klima nimmt es Wasser auf oder gibt es ab, d.h. die Holzfeuchte veränder sich. Die Folge ist eine Volumenveränderung, also das Schwinden oder Quellen des Holzes. 

 

Die Holzausgleichsfeuchte ist die dem Umgebungsklima angepasste Holzfeuchte, die sich nach einer gewissen Zeit automatisch einstellt. Die optimalen Bedingungen in Zahlen ausgedrückt:

 

Basierend auf einer Raumtemperatur von 21°C

und 55% dauerhafter Luftfeuchte

beträgt die optimale Holzausgleichsfeuchte 10%

 

 

 

 

Thermometer
 

 

Optimale

Umgebungstemperatur (Raumklima) 21° C

 

Dauerhafte Luftfeuchte in %

Holzausgleichsfeuchte in %

60

10,9

55

10

50

9,3

45

8,4

40

7,7