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Gute Technik - Schallschutz

 
Treppen-ABC, Schallschutz

Schallschutz vertraglich vereinbaren.

Die einzelnen Staaten haben sehr unterschiedliche Regelungen für das Bauwesen. Momentan gibt es in der Schweiz und Österreich die strengsten Schallschutz-Normen. In Deutschland wurde hingegen durch den Bundesgerichtshof festgestellt, dass die „DIN-Normen nicht zwingend anerkannte Regeln der Technik darstellen“. Das heißt, dass der heute gültige technische Standard, den der Bauherr nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch  erwarten darf, inzwischen mehr bietet, als die Norm dies vorgibt.

 

In Zahlen: Der Stand der Technik ermöglicht einen Höchstwert aus der Trittschallübertragung von 46 dB, während die Norm einen Pegel bis zu 53 dB erlaubt.

 

 

 

Mit diesem Link können Sie nebenstehende Grafik im PDF Format öffnen

 

 

 

Der zu erwartende Trittschallpegel einer Treppe lässt sich errechnen für

 

  • Betontreppen (Schöck)
  • leichte Treppenkonstruktionen (Treppenmeister)

 

Bei Kenntnis der baulichen Voraussetzungen können die errechneten Werte auch garantiert werden (Treppenmeister Trittschallberechnung, Stand 2010)

 

 

 

 

Schallschutz-Tipps für Ihren Treppenkauf:

  • Vereinbaren Sie vor der Errichtung Ihres Hauses die schalltechnische Qualität der Treppenanlage. Als Richtschnur könnte ein Vorschlag dienen, den die DEGA (Deutsche Gesellschaft für Akustik) der Bauwirtschaft vorgelegt hat – siehe Tabelle.

 

  • Kaufen Sie nur eine Treppe – egal ob aus Beton, Stahl oder Holz – deren Konstruktion nicht starr mit den Wänden verbunden ist, sondern eine funktionsfähige akustische Entkoppelung hat.

 

  • Lassen Sie sich von Ihrem Treppen-lieferanten nachweisen, welchen Trittschall Sie aufgrund der in Ihrem Haus vorgesehenen Trennwände erzielen werden – siehe Trittschallprotokoll.

 

  • Gilt nur für Deutschland: Lassen Sie sich keinesfalls darauf ein, dass im Kaufvertrag „Trittschalldämmung nach Norm“ steht. Diese definiert nur das öffentliche Interesse am Schutz der Gesundheit durch baurechtliche Festlegungen. Das könnte jedoch weniger sein, als Ihnen nach heute üblichem Bau-Standard zusteht.

 

  • Im Altbau sind schalltechnische Sanierungen der Bausubstanz meist schwierig. Eine Minderung des Trittschalls erreicht man bei schweren Treppen durch dämpfende Beläge auf den Stufen, wie z.B. Teppich. Für Holztreppen gibt es besonders schalldämmende Konstruktionen, wie z.B. „Piano“ von Treppenmeister.

 

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