Massivholz wird aufgrund der hervorragenden Eigenschaften nach wie vor am häufigsten verwendet. Im Treppenbau dominiert Hartholz, als bohlen- oder stabverleimte, häufig auch parkettverleimte Platte. Weichholz wird in Skandinavien gerne verwendet, wo Fichte und Kiefer sehr hart heranwachsen. Beim Wunsch nach exotischen Holzarten muss heute niemand mehr ein schlechtes Gewissen haben, denn durch den Einfluss der Umweltverbände sind hierzulande Hölzer aus überwachter und nachhaltiger Forstwirtschaft erhältlich.

 

Die Verwendung von Holz im Treppenbau setzt voraus, dass Massivholz aufgetrennt und fachgerecht verleimt wird (siehe nebenstehende Grafik). Außerdem müssen Holztreppen allseitig lackiert werden und insbesondere bei Anschluss (Berührung) mit einem Neubaukörper eine spezielle Absicherung gegen eindringende Feuchtigkeit haben.

 

Furnier verwendet man anstelle von Massivholz aus Ersparnisgründen oder bei besonderen Holzraritäten. Eine sehr empfehlenswerte Handwerksnorm legt fest, dass auf den Trittflächen von Stufen die Hartholzfurniere 2,5 mm dick sein sollen, und Weichholzfurniere 5 mm, für die Vorderkanten (Anleimer) gelten grundsätzlich 6 mm Stärke. Wichtig ist bei Furnierstufen jedoch nicht nur die Auflage, sondern auch das Innenleben (z. B. Spanplatte, Tischlerplatte oder Sperrholz).

Holzverarbeitungen
 

Sperrholz besteht aus kreuzweise verleimten Furnieren aus Weich- oder Hartholz; für den konstruktiven Treppenbau sind gütegeprüfte Platten erforderlich.

 

Laminat besteht im Wesentlichen aus vielen mit Kunststoff getränkten Papierschichten, Dekorpapier und einer abriebfesten Versiegelung (Overlay). Die Laminatschicht wird entweder über die Vorderkante der Stufe gezogen oder diese hat einen gesonderten Kunststoff-Anleimer. Das Stufeninnenleben besteht meist aus Spanplatten. Da letztere eine eher geringe Biege- und Bruchfestigkeit haben, dürfen Laminat-/Spanplattenelemente nur für Treppen mit bauaufsichtlicher Zulassung verwendet werden. Vorteil: Große Auswahl an Dekoren, hohe Kratzfestigkeit (Haustiere). Nachteile: Lässt sich bei Beschädigung nicht perfekt reparieren. Die Rutschhemmung ist in der Regel bei weitem nicht so gut wie bei Lack.

 

Holz – der Rohstoff mit großen ökologischen Vorteilen

 
  • Wichtiger erneuerbarer Energieträger

  • CO2-Neutralität

  • Rohstoffaufkommen nahe der Verarbeitungsstätten

  • Gute Widerverwertbarkeit

  • Weitgehend problemlose Entsorgung
Natur