Ratgeber

Treppen für jede Generation

An die (Treppen-)Zukunft denken. Schon bei der Planung eines Hauses sollte man überlegen, wie gut und sicher Benutzer jeden Alters mit der Treppe zurechtkommen.

Sichere Begehbarkeit

Die sichere Begehbarkeit von Treppen im Regelfall der täglichen Benutzung und die sichere Benutzung als Rettungsweg werden durch die Einhaltung der Maßnormen beim Bau der Treppe sichergestellt. Doch gerade für bestimmte Personenkreise wie Kinder, Ältere oder Menschen mit einer Gehbehinderung werden besondere Anforderungen an eine Treppe gestellt. Auch hierfür gibt es Regelungen, zum Beispiel die DIN EN 1930 für Kinderschutztüren oder die DIN 18 040 für barrierefreies Bauen.

Großzügig planen

Eine von vornherein großzügig geplante Treppe bietet für Kinder, Ältere und behinderte Menschen nicht nur ein sicheres Gehgefühl, sie lässt sich später auch leichter umrüsten.

Kindgerechte Treppen

Schützende Vorkehrungen. Gerade für Babys im Krabbelalter und für Kleinkinder sollten im Bereich Treppe  besondere Vorkehrungen getroffen werden. Auch größere Kinder nutzen Treppen gerne als Spielplatz. Das sollte man bei der Treppenplanung bedenken.

Kinderschutztüre
Bringen Sie über die gesamte Kleinkind-Phase eine Kinderschutztür an, und zwar sowohl vor den  Treppenaufgang, als auch vor dem Abgang in den Keller, möglicherweise auch im Obergeschoss. Gute Fabrikate
erkennt man am CE-Zeichen. Dann ist unter anderem ein Öffnungsmechanismus angebracht, der von Kindern nicht betätigt werden, aber vom Erwachsenen mit einer Hand geöffnet werden kann.

Kinderschutzleiste oder Baurechtsleiste
Prüfen Sie, ob unter der ersten Aufstiegs-Stufe ein zu großer Zwischenraum ist, denn manche Kindertüren sind  nicht vor, sondern nur über der ersten Stufe montierbar. Hier und ggf. auch für die gesamte Treppe empfehlen sich Sicherungsleisten.

Treppengehen üben
Sobald ein Kind auf eigenen Beinen stehen kann, sollten die Eltern mit ihm den Umgang mit der Treppe üben. So fühlt es sich auch alleine sicherer.

Sichere Geländerabschlüsse
Die Stäbe eines modernen Relinggeländers enden immer in Augenhöhe eines kleinen Kindes. Ein guter  Treppenhersteller hat hierfür eine sichere Variante im Angebot.

Sichere Begehbarkeit
Je gleichmäßiger die Wendelung einer Treppe geplant wurde, desto wohler werden sich Kinder darauf fühlen. Sind sie der gefährdeten Phase entwachsen, dann sind Treppen sogar Bereiche, an denen sich die  Bewegungsfähigkeit entwickeln kann.

Tipp:
Mehr zum Thema Kindersicherheit auf Treppen lesen Sie im Elternratgeber „Sichere Treppen für Kinder…“.

Diesen können Sie anfordern: info@treppenmeister.com 

Treppen für Ältere
Treppe mit Wandhandlauf aus Holz für barrierefreies Wohnen

Bedarfsgerechte Planung. Verminderte Beweglichkeit und das Nachlassen der Sehfähigkeit führen bei älteren Menschen auch zu mehr Unsicherheit beim Treppengehen. Vorsorge bei der Treppenplanung und gezielte Maßnahmen im Bedarfsfall machen die Treppe sicher begehbar.

Schrittmaß und Steigung
Eine Steigung von 20 cm ist für Ältere mühsam, vor allem beim Abwärtsgehen, besser sind 17 bis 18cm. Dazu passen Auftritte von 29 bzw. 27cm. Siehe auch Seite 20.

Stabile Geländer
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber manche Treppen entsprechen nicht den geltenden Belastungsnormen, was sich teilweise an zu beweglichen Geländern bemerkbar macht. Am besten vor dem Kauf ausprobieren.

Keine Bodenunebenheiten
Achten Sie besonders auf Unebenheiten am Boden, Gefahrenstellen wie eine zu hohe Rutschleiste an der Stufenkante oder Teppichkanten an Übergängen.

Beidseitiger Handlauf
Für noch mehr Sicherheit beim Treppengehen kann ein zusätzlicher Handlauf sorgen, der an der Wandseite entlang führt, und vor allem sehr stabil befestigt sein sollte.

Gleichmäßiger Stufenverlauf
Egal, ob eine Treppe geradläufig oder gewendelt ist, wichtig ist bequeme Begehbarkeit. Besonders geeignete Grundrisse kann der Treppenfachmann empfehlen. Wichtig ist auch, dass es im Stufenverlauf keine unvorhersehbaren Unterbrechungen, wie z.B. Zwischenstufen, gibt.

Treppenlift
Je nach Treppenbreite können Sitz- oder Plattformlifte installiert werden. Der Platzbedarf für die Führungsschienen beträgt etwa 15 cm der Gehbreite, der eingeklappte Lift am Start- und Zielplatz bis zu 35 cm. Eine weitere Möglichkeit bietet die Liftbefestigung am Geländer.

Außerdem berücksichtigen:
In der DIN 18 040 finden sich wichtige Maße und Regeln für barrierefreies Bauen.