Ratgeber

Das richtige Material für Ihre Treppe

Noch nie war das Angebot vielseitiger. Während früherer Generationen ihre Treppen noch den vor Ort verfügbaren Baustoff verwenden mussten, hat sich inzwischen eine große Vielfalt des Angebotes entwickelt. Stein und sein moderner Nachfolger Beton werden im öffentlichen Bau bevorzugt, Holz hingegen im Wohnumfeld, wo zunehmend auch Glas und Stahl sowie Verbundstoffe die Gestaltung  bereichern.

Treppenvergleich

Nur eine Frage des Treppendesigns?

Man redet vom kühlen Stahl, vom warmen Holz, vom eleganten Glas oder vom festen Beton. So bestätigt man damit jedem Material eine nahezu persönliche Ausstrahlung. Tatsächlich ist die Wahl des Werkstoffes ein entscheidender Faktor für die Wirkung eines Bauteils im Wohnumfeld. Mit der Entscheidung für ein bestimmtes Material legt man sich sowohl in gestalterischer als auch in qualitativer Hinsicht fest. Gute Treppen lassen sich zwar mit nahezu jedem Material bauen, aber jedes hat seine speziellen Eigenschaften, seine Vor- und Nachteile.

Holz oder Beton? 

Fest, dauerhaft und vor allem nachwachsend

Holz

Einer der ältesten Baustoffe der Geschichte ist auch heute im Berich des Wohnens sehr begehrt. Denn es gibt nichts, was vielseitiger und gleichzeitig ökologischer wäre. Das Angebot ist groß - vom preiswerten Weichholz über Hartholz bis zum mehrschichtig verleimten Holz-Werkstoff. 

Druckfest und nur bedingt biege- und zugfest

Stein

Natur- und Kunststein sind aus dem öffentlichen Bau nicht wegzudenken, die harte Oberfläche und die Unbrennbarkeit sprechen dafür. Oft wird eine Steintreppe in Wohnungen in offener Bauweise als Bolzentreppe konstruiert. Beachten sollte man auch , dass Stein eine sehr unterschiedliche Härte und Abriebfestigkeit haben kann.

Erhöhte Brandbeständigkeit

Beton

Im Wohnungsbau wird Stahlbeton vor allem für Fertigelemente, wie zum Beispiel Treppen, verwendet. Man sollte auf eine gleichmäßige Stufenhöhe acht geben, vor allem dort, wo später die Bodenbeläge anschließen. Auch für die Klärung der Preisfrage, insbesondere bei gewendelten Läufen oder Bögen sollte man acht geben.
Auch wenn ein Betonlauf fachgerecht hergestellt und montiert wurde, kann ein Handwerker, der die Stufenbeläge unsachgemäß montiert, wieder alle vorhergehende Sorgfalt zunichte machen - auch im Hinblick auf den erwünschten Schallschutz.

Vielseitig einsetzbar und preiswert

Stahl

Von der einfachen Harfentreppe bis zum anspruchsvollen Design spannt sich der Bogen der Ausführungsmöglichkeiten. Dei beim Begehen durchaus hörbare Konstruktion solle an den Bauwerksanschlüssen trittschalltechnisch entkoppelt werden. Werden Stahtlreppen schon im Rohbau geliefert, dann ist wie bei Beton-Unterkonstruktionen auf gleichmäßige Stufenhöhen bei den Fußboden-Anschlüssen zu achten.

Interessant sind auch Mineralwerkstoffe

Verbundwerkstoff

Die Entwicklung hochfester Verbundwerkstoffe erlaubt nicht nur im Flugzeugbau, sondern auch im Wohnbereich bisher nicht gekannte Einsatzmöglichkeiten. Wichtig zu wissen: Wenn sich ein Treppenhersteller an so moderne Werkstoffe heranwagt, dann ist deren Verwendung - als nicht genormtes Material - an das strenge Verfahren bauaufsichtlicher Zulassungen gebunden, mit zahlreichen Prüfungen und Testserien.

Unterschiedliche Werkstoffe mit ebenso verschiedenen Eigenschaften

Glas

Auch für die Treppe gibt es inzwischen von ansprechenden Glasfüllungen bis zu hinreißenden Ganzglasscheiben zahlreiche Geländerausführungen. Sogar bei Glas als Stufenmaterial wagt sich mancher Architekt und Bauherr an spektakuläre Konstruktionen. Entweder entspricht das Geländer den konstruktiven Vorgaben aus der TRAV bezüglich Scheibenart und Scheibengröße oder das Geländer weicht von diesen Vorgaben ab und es gibt eine Zulassung oder einen gerechnten Nachweis für diese Konstruktion.