Ratgeber

Der passende Grundriss

Ob die Anordnung der einzelnen Räume den Grundriss der Treppe zwangsläufig vorgibt oder ob Sie die Möglichkeit haben, Ihren Vorstellungen vom Einrichten freien Lauf zu lassen: Mit dem Treppengrundriss wird festgelegt, wie bequem und sicher man zwischen den Wohnebenen verkehrt.

Platzbedarf durch exakte Planung ermitteln

Nahezu alle Treppen im deutschsprachigen Europa werden nach individuellen Baumaßen gefertigt. Den optimalen Grundriss finden Sie gemeinsam mit Ihrem Treppe-Fachmann. Er wird mit Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch erörtern, welches Steigungsverhältnis für die Treppe mehr oder weniger bequem ist und wie breit die Treppe werden soll. In Deutschland ist 80 cm (nutzbare) Laufbreite für Wohnungstreppen das Minimum, in Österreich und der Schweiz 90 cm. Breitere und bequemere Treppen brauchen jedoch viel mehr Platz. Die Stufenzahl orientiert sich an der vorgegebenen Geschosshöhe – in der Regel wird die Treppe mit 14 bis 16 Steigungen geplant, d.h. mit 13 bis 15 Stufen plus Austrittstufe.

Mindestanforderungen an eine Treppe

Notwendige Mindestmaße
Eine Treppe, die zu Aufenthaltsräumen führt, gilt als eine „notwendige Treppe“. Aufenthaltsräume im privaten Bereich sind: Wohn- und Schlafräume, Wohndielen, Wohn- und Kochküchen, sowie Arbeitsräume. Die Treppe zu diesen Räumen dient insbesondere im Brandfall als Flucht- und Rettungsweg. Deshalb müssen hier die gesetzlich vorgegebenen Mindestbedingungen (siehe Grafik) unbedingt eingehalten werden.

Eine zusätzliche Treppe kann kleiner sein
Wenn in einem Wohnhaus ein Treppenhaus mit den notwendigen Mindestmaßen besteht, können die einzelnen Wohnebenen auch mit einer Raumspartreppe verbunden werden. Machbar sind hier verschiedene Grundrissvarianten. Für diese zusätzliche, „nicht notwendige Treppe“, gelten jedoch ebenso Mindestanforderungen. 

Keine Steiltreppe zu Wohnräumen
Gerade beim Dachgeschossausbau, beim Umbau oder nachträglichen Einbau einer Treppe wird oft versucht, mit Steil-, Mini- oder Sambatreppen Platz zu sparen. Jedoch sind diese Treppenkonstruktionen weit schwieriger begehbar als eine normale Wohnungstreppe. Vor allem aber sind sie nur als Zugang zu einem Geschoss mit Abstellräumen erlaubt, wie z.B. anstelle einer Auszugsleiter zum Dachboden, keinesfalls aber zu Aufenthaltsräumen.

Grundrisse zum Download

Auf Treppenmeister finden Sie geeignete Grundrisse zum Download